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welch eine kraftvolle Pflanze ist dieser Efeu, und wie kunstvoll kann er sich gestalten – Bildquelle pixabay

 

Ich liebe Efeu, schon immer…..

Wahrscheinlich weil ich es schon als Kind faszinierend fand, dass der Efeu an einer Wand hochklettern kann nur mit Hilfe von so kleinen Saugfüßchen, sich so festkrallen kann daß man ihn kaum abbekommt, wenn es dann mal sein muss.

Neben den Völkern der Antike, haben auch die keltischen Druiden haben dem Efeu einen besonderen Platz zugedacht und es als eine heiligePflanze verehrt. Im keltischenBaumalphabet heißt er Gort und steht für den Buchstaben „G“. In der keltischen Magie ist er oft ein Symbol für Warnungen aus der jenseitigen Welt.

Mehr über keltische Baummythologie findet ihr HIER

Doch der Efeu ( oder heisst es das Efeu ? ) hat noch andere gute Inhaltsstoffe, allerdings sind alle Bestandteile des Efeus giftig, weshalb von Teezubereitungen gewarnt wird auch von naturheilkundlichen Medizinern. Alkaloide sollen jedoch nicht drin enthalten sein.

„Sämtliche Pflanzenteile des Gemeinen Efeus sind giftig. Bekannte giftige Inhaltsstoffe sind α-Hederin (Triterpensaponin), das sich durch Abbaureaktionen aus dem Hederasaponin C bilden kann (zu 80 % enthalten) sowie Falcarinol. Zeichen der Vergiftung können schon nach Einnahme von zwei bis drei Beeren auftreten: Brennen im Rachen, Durchfall und/oder Erbrechen, Kopfschmerzen, erhöhter Puls, Krämpfe. Nach Aufnahme großer Mengen (unwahrscheinlich, da sehr bitter) können Schock und Atemstillstand auftreten. Häufig sind auch Kontaktdermatiden durch Reaktion des Falcarinols mit den Proteinen der Haut.“

Quelle: WIKIPEDIA

VORKOMMEN

Efeu ist fast in ganz Europa heimisch. Seine Heimat reicht nördlich bis Grossbritannien, Südnorwegen und Südschweden. Die Ostgrenze bildet ungefähr eine Linie von der Insel Ösel zur westlichen Schwarzmeerküste. Süd- und Westgrenze bilden Mittelmeer und Atlantik. Es gibt Efeu vereinzelt auf der Krim, im Kaukasus, in Kleinasien, Armenien, Zypern und Libanon. In Nordamerika ist das Efeu eingeführt. Als Standort bevorzugt Efeu Wälder und Auengehölze, Steinbrüche und Ruinen. Der Efeu schadet dem bewachsenen Baum nicht, sondern benützt ihn nur als Rankhilfe.

Als typische Waldpflanze liebt Efeu den Schatten, doch kommt die Kletterpflanze eigentlich mit jedem Standort gut zurecht. Efeu liebt kalkhaltigen, humusreichen und feuchten Boden. Mit genügend Wasser und Dünger ist Efeu aber durchaus anpas­sungs­fähig und wächst auch auf sehr mageren Böden. Der Efeu ist eine sehr anspruchslose und schnittverträgliche Pflanze.
Der Efeu vermehrt sich zum Teil durch die Samen, die von Vögeln verteilt wurden. Wenn die Triebe den Boden berühren, verwurzeln sie mit diesem sehr schnell. Jungpflanzen bekommen sie in jeder Gärtnerei. Der winterharte Efeu lässt sich gut als immergrüner Sichtschutz im Kübel anpflanzen. Mit Stecklingen in feuchter Erde lässt sich der Gemeine Efeu leicht vermehren.

  • Wirkungen: expektorierend; spasmolytisch; haut- und schleimhautreizend.
  • Anwendungsgebiete: Katarrhe der Luftwege, symptomatische Behandlung chronisch-entzündlicher Bronchialerkrankungen.
  • Art der Anwendung: Zerkleinerte Droge sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen.
  • Gegenanzeigen, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln: Keine bekannt.
  • Dosierung: Soweit nicht anders verordnet: mittlere Tagesdosis 0,3 g Droge; Zubereitungen entsprechend. Jedoch keine Teezubereitungen.

In der frühen Volksmedizin wurden Efeuzubereitungen in folgenden Gebieten eingesetzt:

Volksmedizinisch werden Efeublätter innerlich bei Leber-, Milz- und Galleleiden, besonders Cholelithiasis (Gallensteinleiden), sowie bei Gicht, Rheuma und Skrofulose angewendet. Als äusserliche Anwendungsgebiete werden Cellulitis, Geschwüre, Entzündungen, Brandwunden, Schwielen, parasitäre Erkrankungen, Neuralgien, rheumatische Beschwerden und Folgen von Venenentzündungen genannt.

Diese Anwendungsgebiete sind jedoch nicht bewiesen von der wissenschaftlich medizinischen Forschung……aber sie scheinen ja dennoch gewirkt zu haben 😉

Doch Efeu als Waschmittel ? Das war mir bisher nicht bewusst. Von Kastanien kenne ich es, aber nicht von Efeu……

Efeu als Waschmittel ? Hättest Du’s gewusst ???