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es rinnt die Zeit – Fundstück bei pixabay

Ich hab mal Überlegungen angestellt, seit wann es eigentlich die Zeitumstellung gibt. Ich glaube mich zu erinnern, dass ich als Kind noch nichts davon mitbekommen habe, oder sagen wir mal, eher als grösseres Schulkind…..

Da muss ich doch gleich mal nachforschen gehen…..

So bin fündig geworden bei Geschichte der Zeitumstellung

Benjamin Franklin dachte im Jahr 1784 bereits über eine Zeitumstellung nach. Benjamin kritisierte anscheinend in einem Brief an den Herausgeber einer in Paris ansässigen Zeitung den hohen Verbrauch an Kerzen und die damit verbunden höheren Kosten während der kalten Jahreszeit. Da dieses Schreiben jedoch einen humorvollen Unterton hatte, ist die Ernsthaftigkeit der Gedanken über die Einführung einer Sommerzeit wohl eher fraglich.

In England wurde die Idee einer Sommerzeit im Jahr 1907 von dem Geschäftsmann William Willett erstmals seriös gefordert. Willett war der Überzeugung, dass eine Umstellung von 80 Minuten 2,5 Millionen Pfund Kosten für die Beleuchtung erspare. Obwohl Willett mit Lobbyarbeit versuchte seine Idee umzusetzen, war er mit der Einführung einer Sommerzeit nicht erfolgreich.

Um für die Tätigkeiten der Menschen die Stunden mit brauchbarem Tageslicht zu verlängern wurde die Sommerzeitumstellung erstmals im April 1916 in Irland, Deutschland und Österreich-Ungarn.

Wir Menschen machen also diesen Schwachsinn einer „Zeitumstellung“ seit 1975 mit. Arrangiert im Namen der „Ölkrise“.  Solch „Krisen“ sind immer wieder gut für die Neuinstallationen der im Hintergrund agierenden, sich selbst als „besonders Ausgesuchte“ bezeichnende Ektoplasmen. Hier findet ihr die genaue Definition der „Besonderen“

Mir selbst geht es einige Tage nach der Umstellung nicht ganz so gut, eigentlich merke ich im Vorfeld schon, dass da etwas Unnatürliches auf mich zukommt. Meine Physis, mein Geist will sich nicht vorschreiben lassen, daß ein natürlicher Rythmus auf einmal verschoben werden kann……Natur bleibt Natur.

Maschinen kann ich umstellen, einstellen.

Doch ich bin keine Maschine, sondern Mensch.

Heute habe ich wieder Nachtdienst, schon an sich eine Umstellung, die wider die Natur des Menschen ist. Es gibt gewisse Gründe warum ich zur Zeit mehr den Dienst vom Tag in die Nacht verlagert habe, doch das ist nicht das Thema hier. Bei der Zeitumstellung heute ist es so, daß ich und meine Kollegin nun in 9 Stunden das schaffen müssen, wozu wir sonst 10 Stunden zur Verfügung haben. Wobei ich anmerken möchte, dass selbst in 10 Stunden es oft nicht möglich ist das definierte Pensum an Tätigkeiten zu schaffen.

Nun gut werden manche von Euch sagen, dann lässt halt liegen was Du nicht schaffst.

Könnte man machen wenn es ein Bürojob wäre, Akten liegen gerne mal einige Zeit herum, schadet denen nicht wirklich, vielleicht nur dem Besitzer…..

Doch bei uns geht es um Menschen, kranke Menschen, die kann man nicht einfach rumliegen lassen, so wie ich ebenso nicht Arbeit liegenlassen kann, da natürlich auch im Tagdienst das Arbeitspensum dermaßen hoch ist, daß es oft nicht zu schaffen ist…….eine Zeitspirale ohne Ende eh schon.

Auch bei der Rückumstellung ist es schwierig, denn die Zeit zieht sich wie Kaugummi. Um drei Uhr schaut man auf die Uhr, denkt sich „ohhhh, noch dreieinhalb Stunden, dann ist Feierabend“. Kurze Zeit später schaut man wieder auf die Uhr, der Zeiger steht wie festgewachsen auf der DREI.

Wäre ich dann zuhause würde ich meditieren oder mich mit erbaulichen Dingen beschäftigen, was aber im Arbeitsleben nicht geht. Auch Patienten spüren das, denn wenn sie sonst um vier oder fünf Uhr wachwerden, sind sie es nun um drei schon……besonders schlimm bei psychisch Kranken und Dementen.

Ihr seht, ein riesiger Schwachsinn  diese Zeitumstellung.

Hört Euch an was der Nikolai Nerling dazu zu sagen hat, auch sehr aufschlußreich.