Unser Gesundheitssystem liegt schon am Boden, es ist kaum noch eine adäquate Versorgung aufrechtzuerhalten, und wenn nur deshalb, weil die Mitarbeiter tagtäglich am Limit arbeiten…..sowas bekommen die Patienten nicht mit, denn das medizinische Personal will sie ja nicht noch zusätzlich zu ihrer Erkrankung verunsichern.

Ach ja, schon jetzt haben wir in den Kliniken eine zwei / drei Klassengesellschaft…..natürlich nicht offiziell, dafür muss man nach Innen schauen. Eines ist jedoch gerecht verteilt, auch ein Privatpatient muss warten bis der diensthabende Arzt zu ihm kommt in der Nacht und am Wochenende, denn ein Arzt des jeweiligen Bereiches ist allein für die Stationen als auch für die Ambulanzen zuständig…..nur die Visiten werden von Chef oder Oberärzten bei den Privaten getätigt. Für Regelpflege Klientel heisst es : warten, warten, warten….

Wenn ich jetzt lese, dass ein Herr Spahn zum Bundesgesundheitsminister gekürt werden soll, dann ist das der Todesstoß für ein eh schon schwerkrankes System. Herr Spahn möchte übrigens die Zwangsimpfung einführen……ich denke mit dem Hintergrundwissen kann man folgende Aussagen mit anderen Augen betrachten.

 

Wie die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel in den letzten Tagen verlauten ließ, soll der 38-jährige bisherige parlamentarische Staatssekretär im Finanzministerium und ehemalige gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion Jens Spahn neuer Bundesgesundheitsminister werden.

Damit schlägt die Bundeskanzlerin zwei Fliegen mit einer Klappe:

Erstens kann sie so ihre Kabinettsverjüngung präsentieren.

Zweitens bindet sie den rechtskonservativen Spahn, der sich als wortgewandter Kritiker ihrer Politik profiliert hat, in die Kabinettsdisziplin ein – getreu dem Modell des „Paten“

“Halte deine Freunde nahe bei dir, aber deine Feinde noch näher“

Hinzu kommt, dass der umtriebige Spahn über umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit der Pharma- und Medizinindustrie verfügt. Im Jahre 2006 gründete der damals 26-jährige Karrierist mit seinem Freund, dem damaligen Leiter seines Abgeordnetenbüros, Markus Jasper, sowie dem Lobbyisten Max Müller eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), über die er jahrelang an „Politas“, einer Lobbyagentur für Pharmaklienten, beteiligt war, obwohl er bereits ab 2009 dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages angehörte.

Die Anteile an „Politas“ wurden zwar von ihm verkauft, was sicher ein neues Kalkül war um dem Verdacht der Lobby Beeinflussung zuvor zu kommen.

Bis März 2015 war Spahn zudem Vorsitzender vom „Beirat Gesundheit“, einer Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen, die Unternehmen und Verbände mit Abgeordneten und Vertretern der Bundesregierung zusammenbringt, um Gesetzesinitiativen vorzubereiten – rein zufällig ist der PKV auch hier ein bedeutendes Mitglied. Näheres dazu findet sich unter: lobbypedia.de – Jens Spahn

Gemeinsam mit dem freidemokratischen Europapolitiker Jorgo Chatzimarkakis setzte sich Spahn im Jahre 2008 für eine Liberalisierung des Apothekenmarktes ein. Dass sich Spahn schon im Jahre 2008 als Anhänger neoliberaler Denkmodelle à la Milton Friedman zu erkennen gab, ist nur eine Fußnote in seiner aalglatten Karriereplanung.

Herr Spahn Mitglied der „Deutschen Atlantischen Gesellschaft“, wo sich Politiker, Militärs, Vertreter der Rüstungsindustrie sowie Journalisten treffen, um für die NATO zu werben, die immer aggressiver auf den Schlachtfeldern der Welt in Erscheinung tritt…..

Obige Auszüge entstammen folgendem link:

Neueste Merkeleien – Jens Spahn als Gesundheitsminister