raramuris-805529_640
Raramuri Frauen – Ureinwohner Chihuahua / Fundstück bei pixabay

Es ist jetzt ungefähr fast zwanzig Jahre her, als mir die Muse Lalita ins Ohr flüsterte, dass ich beginnen solle Märchen zu schreiben….

Nein, keine Märchen für Kinder, denn die Lalita flüsterte mir zu, dass es die Erwachsenen wären die weitaus bedürftiger seien als die Kinder…..für sie sollte ich schreiben.

Ich fragte meine Geistesmuse Lalita, was sie denn so gedacht hat, was ich schreiben solle……da antwortete sie „schreib einfach was deine Seele fühlt, schreib über die Bilder, die Du bekommst, schreib über deine Traurigkeit, dein Alleinsein, deine Verzweiflung, aber auch über die Freude und das Licht in Dir.“

Somit habe ich begonnen Märchen zu schreiben.

Vor einigen Jahren, ich glaube es ist jetzt ca. 5 Jahre her, hatte ich sie auch als eBook angeboten, aber fand nach einem Jahr, dass es nicht passend sei.

Aber Euch möchte ich nun gern daran teilhaben lassen….wenn ihr mögt.

  • Copyright liegt bei Mariettalucia * alias Marietta Pesciera

 

Fühle mich besonders den Raramuri verbunden, wahrscheinlich weil sie so eine weitreichende Geschichte haben, die 10 000 – 20 000 Jahre zurück liegt….eine wirklich alte Hochkultur mit einer hochentwickelten Sprache.

die Welt der Raramuri Indianer

noch mehr über Indianerstämme und ihre Welt

 

                                           Die Entscheidung

Es ist schon viele Monde her, da lebte in den Anden ein friedlicher Indianerstamm, der geprägt war von seiner tiefen Verbundenheit zum großen Geist, der Achtsamkeit dem Leben gegenüber und der Welt  in der sie lebten. Die Menschen dankten jeden Tag aufs Neue für die Dinge, die Spirit ihnen schenkte, erfuhren somit immer wieder die Präsenz ihrer allgegenwärtigen grossen Geistes und die Erfahrung der Einheit im Weltenbewusstsein.

Zu ihnen gehörte ein wunderbarer Menschenmann, der in sich soviel Liebe trug,  so dass er manchmal, besonders bei den täglichen Ritualen, vor Liebe mit Tränen überfloss. Seine  Brüder und Schwestern bewunderten ihn dafür sehr, dass sie ihm den Namen “ FLIESSENDES WASSER “ gaben.

Dann gab es da noch eine wunderbare Menschenfrau, mit glänzenden, langen, dunklen Haaren und dunklen schimmernden Augen, die Funken sprühten, wenn sie voller Begeisterung und Freude war. Da  sie eigentlich immer guter Laune war und selten Traurigkeit  ihren Blick trübte, erhielt sie den Namen “ LACHENDER STERN “ .

 

 

Immer wieder war sie erstaunt, welch wunderbare Lichtgeschenke der grosse Geist für sie bereithielt, wenn sie sich in ihren Meditationen in die Tiefen des Bewusstseins begab.

Beide waren in ihren Träumen miteinander über den großen Geist verbunden, der immer wieder versuchte ihnen den Weg zu weisen. Dieser Weg hieß LIEBE, welches eigentlich ganz einfach war. Manchmal konnten sie diese Liebe spüren, in den Augenblicken, wo die Stunden ihres Zusammenseins nur diese eine Gefühl waren; Stunden, wo es keine Forderungen, Wertungen oder Erwartungen gab.

Doch hatten beide eine große Angst davor sich wieder voll und ganz der Liebe hinzugeben, denn das hieße endlich wieder sein Herz zu öffnen und voller Vertrauen sich dem Neuen hinzugeben. Tja, gerade das war so schwierig, denn wie oft waren beide schon enttäuscht, betrogen und verletzt worden. Doch sein Herz zu öffnen brachte auch mit sich wieder verletzlich zu werden.

So war es ein permanentes Hin und Her zwischen Nähe und Distanz, aber dennoch Verbundenheit spürend. Der große Geist versuchte zu vermitteln, versuchte durch immer neue Kontakte zu zeigen, wie schön es doch sei, wenn man die Liebe gefunden hat. Aber nein, die Menschenkinder konnten nicht hören, was der große Geist zu ihnen sprach, denn viele kleine Geister sagten: Nein, das ist nicht die Liebe, du musst weiter suchen, nimm die Liebe, die neu ist und aufregend, dort hat sie sich versteckt!

So quälten sich die beiden Menschenkinder tagein, tagaus die Liebe zu finden und erkannten nicht, dass sie direkt vor ihnen lag. Schließlich wurde es dem großen Geist zu bunt. Er wurde richtiggehend wütend, ließ dunkle Wolken am Horizont aufkommen und ein starker Wind umwehte die Menschenkinder, die immer noch an ihrer Distanz festhielten, als ob sie der größte Schatz der Welt sei.

Er ließ einen leuchtenden Blitz zwischen beide fahren und eine Stimme ertönte:

“ FLIESSENDES WASSER “ werde zu einem Fluss! Und damit du die Orientierung nicht verlierst, folge dem “ LACHENDEN STERN “ am Firmament!!

Und du “ LACHENDER STERN “ nimmst deinen Platz am Firmament ein, von wo aus du dein Spiegelbild im “ FLIESSENDEN WASSER “ betrachten  kannst!

Selbst wenn Wolken tagelang die Sicht verschleiern, oder wenn Schnee und Eis das Fliessen des Wassers behindern, sollt ihr eure Verbundenheit spüren, die eure tiefe Liebe zueinander ausmacht, und ihr werdet auf einmal wissen, dass ihr nicht mehr suchen müsst, denn Liebe ist schon immer da gewesen. Ihr werdet spüren, wie alte Ängste und Konditionierungen im Licht der Liebe aufgelöst werden und Ihr werdet euch  wiedererkennen. In diesem Erkennen  liegt die Lösung, und ihr werdet erwachen im Jetzt und Glück wird euch begleiten, damit ihr gemeinsam das Gemeinwohl und Miteinander unterstützt…..denn Das braucht unsere Welt.


Der Erzähler sitzt  still und lächelnd am murmelnden Fluss, über ihm den blinkenden Sternenhimmel. Er sieht, wie aus dem Wasser sich ein wunderbares Wesen formiert, welches die Hand gen Himmel streckt. Und von oben erscheint eine glitzernde Sternengestalt, leuchtend hell wie die Sonne, ihre Hand nach unten reichend. Und als sich ihre Finger berühren beginnt das Universum in einem Meer von Sternenstaub zu leuchten, viele  Sternschnuppen lassen Wünsche Wirklichkeit  werden  und das Licht der Erkenntnis  verändert das Bewusstsein der  Menschen für ein friedliches, wertschätzendes Miteinander.

Möge es in die Welt hinaus strahlen und blühen und gedeihen……..