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Makro Aufnahme Lotusblüte mit Insekt – gefunden bei pixabay

Mir ist grad nach etwas ganz Anderem als die grosse Politik.

Auch wenn grad in einem anderen Blog das Thema der indischen Meditation aus anderen, nicht so positiven Blickwinkeln betrachtet wird, so möchte ich hier etwas Eigenes dagegenhalten, welches nur von Positivem begleitet war, auch im nachhinein kann ich persönlich nichts Negatives an vedischer Philosophie erkennen.

Ich sehne mich grad nach diesem alten, mir wohlbekannten Gefühl, etwas bei dem ich mich entspannen konnte, welches mich wohl stimmte, welches mich an schöne Zeiten erinnert, in denen Politik nur im Zusammenhang mit Frieden, Liebe und Bewusstseinentwicklung vorhanden war.

Natürlich war auch in der Szenerie nicht alles rosig.

Auch dort wurde sich gestritten wie die Kesselflicker, aber alles hübsch spirituell. ( Man verzeihe mir den Ausdruck Kesselflicker….habt bitte Humor alte Meditationsfreunde )

Sind halt alles auch nur Menschen wie Du und ich, alles keine Heilige, auch wenn sie es gerne wären……

Das Gayatri Mantra war immer eines der Mantren, denen ich mich am Meisten verbunden fühlte. Ich habe auch ein sehr schönes Erlebnis dazu, als ich in Indien weilte.

Ich war unten am Südzipfel Indiens angekommen, dort in Kanyakumari, wo drei Ozeane zusammenfliessen und wo einmal im Jahr glaub ich, Sonne und Mond nebeneinander stehen ( wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe ). Damals hab ich noch viel und regelmässig meditiert. Meine Mitreisende war eine nervige, permanent quasselnde Frau, die nur darauf bedacht war die Menschen abzuzocken. Damit wir uns so wenig wie möglich in die Haare bekamen, distanzierte ich mich so oft wie möglich mit Hilfe der Meditation.

An diesem schönen Tag im März wollte ich keine blubbernde Maja bei mir haben ( schon witzig, such ich mir eine Reisebegleitung aus, die „Illusion“ als Namen trägt 😉  )  ich war auf dem Weg zum Sri Adhi Shankarar Tempel und ich setzte mich auf eine Mauer auf dem Weg zum Tempel, direkt dort wo der grosse Torbogen war. Ich schloss die Augen und meditierte, war tief in meiner Stille versunken…….dann rezitierte ich ganz leise innerlich die vedische Tradition und summte dann das Gayatri Mantra.

In grosser Entfernung war ein kleiner Schrein, in dem ein Sadhu Darshan gab. Als ich irgendwann die Augen öffnete stand er vor dem kleinen Hüttchen und schaute mich an. Auf einmal winkte er mir zu, ich solle zu ihm kommen. Ich dachte erst, nee, der meint nicht mich…..meinte er aber.  Ich zeigte auf mich…. fragend……und er nickte. Langsam ging ich hinüber zu ihm und begrüsste ihn auf indische Art. Er winkte mich hinein in seinen Schrein, wo viele Bilder aufgestelt waren von einigen Meistern und Meisterinnen, manche kannte ich, manche nicht. Er machte eine kleine Puja und ich bekam zum Schluss das Zeichen mit der Asche und dem roten Pulver auf die Stirn. Von den anderen hat er Geld angenommen, von mir wollte er es nicht, er lächelte…..und verabschiedete mich, immer noch lächelnd…….winkte mir zu wie ein alter Freund……ich sehe ihn noch vor mir jetzt.

Ich ging zu dem Tempel, wo auch nicht Hindus in den inneren Raum hinein dürfen. Unterwegs lächelten mir so viele Menschen zu, sprachen mich an….es war unglaublich. Es war als ob damit eine Tür zur alten vedischen Traditionslinie geöffnet wurde, um noch tiefer in die alte Philosophie der Veden einblicken zu können.

 

Gayatri Mantra: Meditation über die göttliche Existenz allen Seins

Viele Hindus begrüßen mit einem täglichen Gayatri Mantra den Tag. Dabei wenden sie sich jedoch nicht an eine personelle Gottheit, sondern an die Sonne selbst, die als Sinnbild der Schöpfung verehrt wird. Im morgendlichen Huldigen der Sonne findet jedoch nicht nur Anbetung statt, sondern es wird zugleich um geistige Erleuchtung angerufen. Während die Verwendung dieses Mantras früher nur Gläubigen aus höheren Kasten erlaubt war, zieht sich heute die Anwendung durch alle Kasten. Das Gayatri Mantra besteht aus einer Zeile des Yajurvedas sowie dem Vers 3.62.10 (Rig Veda).

Text des Gayatri Mantras

Om Bhur Bhuvah Svaha
Tat Savitur Varenyam
Bhargo Devasya Dhimahi
Dhiyo Yo Nah Prachodayat

Bedeutung des Gayatri Mantras

  • Om: Para Brahman
  • Bhur: Körperliche Ebene
  • Bhuvah: Astralebene
  • Svaha: Himmlische Ebene
  • Tat: Höchste Wahrheit
  • Savitur: Die Quelle allen Seins
  • Varenyam: anbetungswürdig
  • Bhargo: Spirtuelle Strahlkraft
  • Devasya: Göttliche Wahrheit
  • Dhimahi: Wir meditieren
  • Dhiyo: Intellekt
  • Yo: Welche
  • Nah: Unsere
  • Prachodayat: Erleuchtung

Gayatri-Mantra: Deutsche Übersetzung

Wir verehrten das reine, göttliche Sein
Wir meditieren über den Glanz des Göttlichen
Welches unseren Geist erleuchten möge.

**** Jai Guru Dev ****

 

 

Nun noch etwas in eigener Sache…..habe ich doch bei meiner Suche nach den vedischen Wurzeln etwas gefunden, was mich grad erstaunt hat.  Ich kam auf den Begriff „astika“ der in Wikipedia rot markiert war, denn darüber war nichts angelegt. Aber ich fand etwas über den gegensätzlichen Begriff „nastika“, der sehr ausführlich erklärt wurde.

Da das Wort „astika“ in dem Wort „Sw asti ka“ enthalten ist, dessen Symbol überall in Indien zu finden ist, denke ich mir jetzt meinen Teil, weshalb es noch nicht einmal eine Erklärung im Wiki wert ist…..noch Fragen ?

 

Nastika (Sanskrit: नास्तिक, nāstika; „Verneiner“, von na-asti: ‚ist nicht‘) ist ein Fachbegriff in der hinduistischen Philosophie. Das Wort kommt als Substantiv und auch in adjektivischer Verwendung vor. Als Substantiv bezeichnet Nastika einen „Ungläubigen“ oder „Theoretiker der Nichtexistenz“. Gemeint ist jemand, der die Autorität der Veden nicht akzeptiert und insbesondere die Existenz von Göttern und die Wirksamkeit der Rituale der vedischen Religion bestreitet. Daher wird Nastika manchmal mit „Atheist“ übersetzt.

Im Hinduismus werden die philosophischen Systeme in zwei Hauptgruppen unterteilt, Nastika und Astika. Zu den Nastikas zählt man die Anhänger des Buddhismus, des Jainismus und der materialistischen Charvaka– oder Lokayata-Schule. Astika („Bejaher“, von asti: ‚ist‘) ist die Bezeichnung für die Anhänger der sechs „orthodoxen“ Schulen, deren Lehren auf den Veden beruhen. 

Die Quelle dieser Erklärung ist

https://de.wikipedia.org/wiki/Nastika