Na, wie wär’s mit einem kleinen Ausflug ins militärhistorische Museum nach Dresden ?

Bild des militärhistorischen Museums Dresden

Dort, wo man ein altes, gut restauriertes Gebäude mit der modernen Architektur verknüpft hat und meint, damit etwas Besonderes geschaffen zu haben.  Doch ist genau das Gegenteil der Fall, denn es wirkt eher so, als ob die Xindis aus den Star Trek Filmen zugeschlagen haben oder noch andere Aliens der fernen Welten….

Was hat sich der Architekt Daniel Libeskind wohl dabei gedacht ?

Doch nicht allein das, wenn man die neuen Räume betritt, in denen man eingepfercht zwischen Glasschaukästen Bilder und Gegenstände sich anschauen soll, dann fragt man sich, ob dieser Architekt überhaupt etwas von Museumskunst versteht…..wobei ich nach meiner Suche auf seine Seite kam und erkennen musste, dass wohl schon mehr Gebäude seine Handschrift tragen……und irgendwie erinnern mich all diese „Kunstwerke“ an Pyramiden……vielleicht so gewollt ?  Als Symbolzeichen ? Als Verhöhnung ?

Zumindest das Kunstwerk unten im Keller, zum Gedenken an die Opfer der Dresdner Feuersturms wirkt wie eine Verhöhnung der Opfer.

Warum ?

Es steht darauf geschrieben DRESDEN COVENTRY.

Für alle die sich nicht mehr so genau mit der Geschichte auskennen, hier ein kleiner Nachhilfeunterricht in Sachen Coventry.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Coventry

Am 14. November 1940 flog die deutsche Luftwaffe unter dem Decknamen Unternehmen Mondscheinsonate einen schweren Bombenangriff auf Coventry, der in erster Linie der am südlichen Rand des Stadtzentrums gelegenen Armstrong Siddeley Parkside factory galt, einem Flugmotorenwerk des Hawker-Siddeley-Konzerns, aber auch zahlreichen anderen Unternehmen des Maschinen- und Fahrzeugbaus in der Stadt, wie Rover, Morris (Riley), Alvis, Standard Motor und SS Cars (ab 1945: Jaguar).

Neben großen Teilen der Innenstadt wurden 4330 Häuser und unersetzliche Kulturgüter wie die mittelalterliche St Michael’s Cathedral zerstört. 568 Menschen kamen ums Leben. Damit war der Angriff jener, der die meisten Todesopfer aller deutschen Luftangriffe in England gefordert hat. 75 % der Industrieanlagen wurden beschädigt oder völlig vernichtet, was dazu führte, dass viele der restlichen Betriebe ins Umland ausgelagert wurden. Aufgrund des hohen Zerstörungsgrades erfand der nationalsozialistische Propagandaminister Joseph Goebbels den Begriff „Coventrieren“ für die Vernichtung einer Stadt aus der Luft. Die Luftwaffe griff Coventry erneut am 8. April 1941 sowie am 3. August 1942 an, womit die Gesamtanzahl der Opfer in der Stadt auf 1236 Tote und 1746 Verletzte stieg.

Eine Großstadtlegende besagt, dass Premierminister Winston Churchill bereits vorher von dem Angriff gewusst und nichts unternommen habe, um nicht zu verraten, dass es den Briten bereits seit Anfang 1940 möglich war, die mit der Enigma-Maschine verschlüsselten deutschen Funksprüche zu entziffern. Tatsächlich wusste Churchill zwar, dass ein schwerer Luftangriff bevorstand, aber nicht, welche Stadt das Ziel sein würde.

Trotz der großen Zerstörungen in der Stadt rief Richard Howard, damaliger Domdekan der Pfarrkirche von Coventry, in einer von der BBC direkt aus den Ruinen übertragenen Weihnachtsmesse zur Versöhnung und der Verbannung jeglicher Hass- und Rachegedanken auf. Diese Einstellung führte kurz nach Kriegsende zu einer ersten Städtepartnerschaft Coventrys mit Kiel und 1959 zu einer weiteren mit Dresden, das im Februar 1945 bei den Angriffen der RAF und USAAF ebenfalls schwer zerstört wurde, wobei zwischen 22.700 und 25.000 Menschen ums Leben kamen.

Welch ein Hohn…..Dresden war voll von Vertriebenen, es waren hauptsächlich Frauen und Kinder, als auch alte Menschen, zusätzlich zu den noch dort lebenden Dresdnern. Die Stadt war voll, da viele nicht wussten wohin sie überhaupt gehen sollten. Es waren weitaus mehr als 25 000 Menschen dort, die Schätzungen belaufen sich auf 250 000, wenn nicht sogar 300 000 Menschen, die innerhalb von Sekunden in Flammen standen und zu lebenden Fackeln wurden.

Zivilisten anzugreifen, das ist seit jeher ein Kriegsverbrechen und sollte schwer geahndet sein…….aber der Herr Churchill hatte seine Freude daran. In der Stadt Coventry wurden ausschliesslich militärische und rüstungstechnische Fabriken und Betriebe bombardiert, und es wurde zuvor Warnung gegeben, so dass Bevölkerung in der Nähe hätte evakuiert werden können. In Dresden wurden Menschen und Objekte pulverisiert…..als Rache für Coventry Angriff……nur dass dabei die Toten in Dresden ins Unermessliche gingen.

Dieses sogenannte „Kunstwerk“ in Dresden IST eine direkte Verhöhnung der Opfer.

das militärhistorische Museum – eine Begehung mit dem Volkslehrer