Weserblick 1
Erinnerungen an Dorfheimat – eigene Aufnahme

Gemeinschaften, wichtiger denn je…..

Gemeinschaften kann man nicht mit Gewalt aus dem Boden stampfen, denn Gemeinschaften finden sich, wachsen heran, werden gross und autark, wenn die Umstände stimmen und Alles zum Wohle der Gemeinschaft auf den Weg gebracht wird und gelebt wird.

Das Alles ist beileibe kein Zuckerschlecken, denn die Menschen zu finden, mit denen man auf längere Zeit harmoniert, ist eine nicht einfache Umsetzung……

Ich möchte sagen: es ist DIE Herausforderung für das eigene Ego !

Wir sind Individuen, haben vielleicht schon längere Zeit allein gelebt und tun uns schwer wieder in ein Gemeinschaftsgefüge einzubringen. Und doch sehnen wir uns nach so etwas tief im Inneren, denn es ist das, was eine solide Basis in einem Land ist, welches gesund ist. All das bröckelt nun vor sich hin, Familienverbünde werden als altertümlich und nicht mehr zeitgemäss hingestellt, auch die traditionellen Mann/ Frau Beziehungen möchte man am liebsten dem Untergang geweiht sehen……

Wie man sehr gut bei einem Diskussionsforum von den Grünen in Salzburg sehen kann, ist es in Wirklichkeit den Grünen ein Dorn im Auge und es wird sofort im Vorfeld verrissen. Wenn jemand wirklich weiss wovon er redet, dann der Herr Christian Felber, nicht der Herr Michael Hörl, der zeitweise meine Geduld doch stark erschöpft hat.

Chapeaux Herr Felber für die wirklich guten Gegenargumente und ihre Contenance im Umgang mit dem Herrn Hörl.

Die Organisation Attac, die Herr Felber mit begründet hat, scheint mir mittlerweile sich aber verändert zu haben…..schade…..das Interview gleich ist von 2013. Und folgende Reaktionen des Spiegels auf Aktionen von Attac sind von 2012. Daran sieht man, wie damals schon gegen gemeinwohlökonomische Gedanken angegangen wurde. Wo Herr Felber jetzt steht weiss ich nicht, konnte nix Genaues dazu finden. Habe jedoch den Terminplan gefunden, wo demnächst Vorträge stattfinden.  http://ethischerwelthandel.info/termine/

Es gilt wie bei Allem, genau schauen, hinterfragen, selber recherchieren, nochmals hinterfragen und dann schauen, was authentisch ist.

http://www.spiegel.de/thema/attac/

In Südtirol gibt es die ersten Gemeinden, die sich in einem Gemeinwohlkonzept zusammengefunden haben. Wie es in Deutschland ausschaut weiss ich nicht, merke aber, dass es mittlerweile nicht mehr so viele Videos gibt als vor drei / vier Jahren. Das lässt Rückschlüsse zu, dass solch Gemeinschaften gar nicht so erwünscht sind, da es dabei einfach nix zu verdienen gibt !

https://www.ecogood.org/de/gemeinwohl-bilanz/gemeinden/

 

SüdtirolDamit wir aber weiterhin in einem gesunden gemeinschaftlichen Umfeld leben können, könnten wir uns orientieren an Menschen, die dieses schon umgesetzt haben. Es sind nur einige Beispiele WIE so etwas umgesetzt werden kann…….doch muss es nicht zwangsläufig genau SO sein…….denn eine sich neu gründende Gemeinschaft bringt immer wieder die Individualität der Menschen mit ein. Früher hätte ich sogar das Wort bunt verwendet, welches mir in der heutigen Zeit zuwider geworden ist, auch vielfältig gehört nicht mehr in meinen Wortschatz hinein, da zu sehr missbraucht von Gemeinschaft spaltenden Gruppierungen.

https://www.youtube.com/watch?v=BsKq08gUf04

Was ich vermisse bei vielen Beispielen ist der Bezug zum realen Leben. Es sind Modelle, die oftmals von einer gewissen Doktrin durchdrungen sind, sei es spirituell, ernährungstechnisch oder politisch gelagert. Was ich ebenso vermisse ist der Wunsch tatsächlich wieder in einem dörflichen Umfeld leben zu wollen. Das bedeutet aber auch, dass man auf das pulsierende „Leben“ im Städtischen verzichten möchte, das bedeutet längere Wege zum Einkauf ( wenn nicht autark und Selbstversorger ) als auch längere Arbeitswege, wenn man noch nicht in Rente ist. Manchmal habe ich das Gefühl, dass es eher eine Art „hippie“ Zeit ist, die man sich gönnt bevor man in den normalen Lebenswahnsinn einsteigt.

Das ist aber nicht das was Ich und einige meiner Freunde unter GemeinwohlLeben verstehen.

Was ich ganz stark vermisse ist vor Allem die Unterstützung der Länder, Dorfgemeinschaften zu fördern als auch Firmen neu ansässig werden zu lassen. Doch ist das Gegenteil der Fall, man fördert grosse Städte, Zentralisierung das Zauberwort für Betriebe. Zentralisierung ist der Anfang vom Untergang, wie ich am Beispiel der Gesundheitsindustrie sehen kann. Es gibt kaum noch medizinische kleine Einheiten auf dem Lande, da alles rationalisiert und zentralisiert wurde.

 

 

Beim Suchen nach Beispielen für gemeinschaftliches Miteinander, bin ich auf Reinhold Messner gestossen, der irgendwann seinen Weg zum gemeinschaftlichen Leben gefunden hat, auch wenn es jetzt eine exklusive Variante ist. Vielleicht braucht es sogar in unseren Landen eine finanzkräftige Grundlage, damit es möglich sein kann. Habe selbst mal ein Projekt über drei Jahre begleitet und weiss um die Problematiken, grad was die Finanzierung angeht. Von den zwischenmenschlichen Aspekten möchte ich gar nicht reden……