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Zen – Stille – Torii – Schrein / gefunden bei Pixabay

 

Meine Suche nach dem Wort RO hat nicht so viel Erfolg gebracht, es gibt im Japanischen leider zu viele Begriffe dafür, die unterschiedlicher nicht sein können Meine Vermutung ist daher, dass es sich entweder um den Namen der alten Provinz Ro handelt, die jetzt Ganshu genannt wird.

Oder aber es geht darum, dass unser Ego vom Leben geschliffen wird, dann passt der Begriff „roh, ungeschliffen, unverdünnt, rein“

Wadoku – RO

Ein schöner, leiser Film.

Der Weg eines Jungen zum Zen Meister in einem japanischen Kloster, bis hin zu seinem Samadhi.

Ich bin zwar keine Freundin dieser strengen Liturgien, den straffen und oft auch harten Lehrmethoden der buddhistischen Lehrer, doch fasziniert mich diese Art der Filme schon immer, auch wenn es in japanischer Sprache ist, so ist die Handlung gut verständlich.

Ausserdem mag ich die japanischen Landschaften und die Musik, hätte zu gern mal dort einen längeren Urlaub verbracht.

Was ich an dem Film besonders schön finde ist die Schlußszene, in der das weibliche Prinzip der Spiritualität den Raum findet….es war nämlich zuvor ausgeschlossen. Es ist der komplette Gegensatz zu dem harten, strengen männlichen Aspekt.

Es ist die Weichheit und Güte, das Verständnis und die Sicht auf das Individuelle, welches dem weiblichen Part innewohnt. Männlich und weiblich zusammen machen es rund.

Es ist ein Beispiel, sonst nichts.

Und machen wir uns nichts vor: auch Buddhisten sind nur Menschen, mit menschlichen Schwächen, Emotionen und Unzulänglichkeiten…..auch das kommt in diesem Film gut hervor. Ich habe einige buddhistische Freunde, da menschelt es gewaltig…

Viel Freude beim Schauen.

ZEN – ein Film von 2009 mit Untertiteln