Ich kann den Berichtenden nur zu gut verstehen.
Auch wenn ich nicht diese Zurückweisungsart von familiärer Seite erlebe, so erlebe ich sie oft genug von Freundes oder Kollegenseite.
Ich habe mir angewöhnt erstmal „durch die Blume“ zu reden, was aber oft schon ausreicht, um missbilligende Blicke oder Kommentare zu ernten.

Die Dinge klar zu benennen, da braucht es keine 5 Sekunden und schon sitzt man in einer Ecke, wo man nicht hingehört. Und wenn dann alles noch zugepackt wird von Scheinheiligkeit, dann verursacht es mir immer öfter Übelkeit und Kopfschütteln über cerebralgewaschene Menschen ( da kann ich leider Mitglieder von kirchlichen Institutionen nicht ausschliessen von, denn gerade in diesen Kreisen ist das Unverständnis für das was wirklich ist sehr gross, Verständnis und Hinschauen wollen, sind oft nur rudimentär vorhanden )

philosophia perennis

Ein Gastbeitrag von Kopekenstudent

Mein Vater mochte Fußball eigentlich nicht. Wenn aber Deutschland ein wichtiges Spiel hatte, schaute er durchaus einmal. Allerdings mit einer mir unverständlichen Motivation: lief es schlecht für die Deutschen, freute er sich. „Das brauchen die mal“ kommentierte er die sich anbahnende Niederlage.

Nun zieht unsere Familie um. Ein ganzer Hausstand zurück in die Heimat, zurück in die Nähe der Eltern. Problem: seit Tagen quält mich ein Hexenschuss.

Am neuen Ort haben wir noch keine Freunde. Ich rief bei Zeitarbeitsfirmen an: Vermittlung an Privat sei nicht möglich. Ich rief in der örtlichen Kirchgemeinde an: alle potenziellen Helfer seien im Urlaub. Es gäbe aber ein paar Migranten aus Afghanistan und Syrien… Und natürlich rief ich bei meinen Eltern an. Mein Vater, den ich um nichts Schweres bitten wollte, erwiderte, er müsse an dem Tag den Rasen mähen und hätte eigentlich überhaupt keine Zeit. Andere Helfer fielen ihm nicht…

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