Es begab sich zu der Zeit, ich war gerade erst sechs geworden, hatte aber schon mit fünf angefangen Buchstaben und Worte zu lernen, da beschloss ich gaaaaaanz viel lesen zu wollen. Einmal die Woche ging es dann in unsere kleine Bücherei und lieh mir ein Buch aus. Bald schon waren es drei Bücher, die ich verschlungen habe wie ein ausgehungertes Wölflein.

Irgendwann lief mir Pippilotta Viktualia Rullgardina Krusmynta Efraimsdotter Långstrump über den Weg und ich liebte die unkonventionelle Art und Weise dieses Phantasiewesens, mit der ich gerne auf dem Pferd sass, in der Hängematte schaukelte, dem Affen beim Spielen zuschaute und gemeinsam mit ihr ins Taka Tuka Land reiste um ihren Vater, den Ne..rkönig zu besuchen……

In Schweden macht man jetzt tabula rasa mit Kinderbüchern die nicht mehr zeitgemäss sind, um es mal sehr geschönt auszudrücken, was dort veranstaltet wird.

Doch das ist jetzt vorbei. Jetzt macht man in Schweden Nägel mit Köpfen. Die Abenteuer von Pippi Langstrumpf werden aus den Bücherregalen der öffentlichen Bibliotheken verbannt. Der Inhalt sei rassistisch, heißt es dazu in einem Bericht aus Botkyrka, der exemplarisch für zahlreiche andere Regionen ist.

Doch nicht genug….

Das oben beschriebene allein sorgt bereits dafür, dass den Schweden eine Zornesader auf der Stirn schwillt. Doch was das Fass zum Überlaufen bringen könnte, sind die Meldungen darüber, dass die ausrangierten Bücher verbrannt werden sollen.

Den gesamten Artikel über die schwedischen Unglaublichkeiten findet man HIER

Der Expressen, die Tageszeitung in der es stand ist jetzt nicht wirklich ein Blatt der gehobeneren Ebene, eher kommt es für mich mehr wie eines der grossen Toilettenpapiere daher, wie Thom Ram von Bumi Bahagia immer so schön sagt. Dennoch ist allein der Gedanke an Bücherverbrennung etwas, das mich sehr grauselt…..das gab es schon einmal.