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Baby kurz nach der Geburt – gefunden bei Pixabay

Ich weiss nicht genau ab wann es entstanden ist, dass man die Nabelschnur gleich nach der Geburt durchtrennen muss.

Ich kenne einige freie Hebammen von früher, mit einem anderen Bewusstsein, die Hausgeburten begleitet haben und beiden, Mutter und Kind einige Zeit gaben, bevor sie voneinander getrennt wurden. Ich kann mich entsinnen, dass sie die Nabelschnur nicht durchtrennt haben, sondern vorsichtig nach und nach so lange abklemmten, bis die Eigenatmung des Neugeborenen einsetzte. Es war eine weitaus sanftere Methode in dieses Leben hineinzukommen.

Eine andere Variante war, das Kind noch an der Nabelschnur, der Mutter auf den Brustbereich zu legen und Beide langsam ankommen zu lassen. Natürlich benötigt das Zeit, die jedoch in den Kliniken nicht vorhanden ist. Zeit ist eine Ressource, die nur wenig im klinischen Bereich vorhanden ist, weder bei den Hebammen, noch bei der Ärzteschaft.

Hebammen hätten gerne mehr Zeit, sind aber so knapp bemessen von der Personaldichte, dass auch sie, wie in der Pflege, mittlerweile am Limit arbeiten. Eine ganzheitliche Betreuung der gebärenden Frauen ist schon lange nicht mehr möglich, egal wie sehr Kliniken mit ihren tollen Möglichkeiten werben.

Den Medizinern geht es nicht anders, haben sie doch ausser den Geburten noch andere gynäkologische Patienten zu betreuen, weshalb immer öfter eine Geburt „schneller“ abgewickelt wird, als eigentlich geplant. Kliniken die sich auf In-vitro-Fertilisation – künstliche Befruchtung spezialisiert haben, scheuen sich umso mehr diese natürliche, langsame Geburtsmethode anzuwenden, was mit einem erhöhten Risko für das Kind begründet wird.

Leider Realität in deutschen Klinik Kreißsälen.

Hier ein schöner Bericht über die Vorgänge in der Nabelschnur, wenn sie nicht sofort durchtrennt wird.

die Nabelschnur – ein Wunderwerk der Natur